Das kürzliche 4. Release der UAP-Akten des Pentagons war weiter Thema in der vergangenen Woche, ebenso wie der neue UAP-Wissenschaftsrat von Avi Loeb, der nicht überall auf Gegenliebe stößt. Der Journalist und Autor Andreas Müller war erneut anlässlich seines neuen Buches in einem Interview präsent und die Suche nach Leben im All sucht neue Wege. Daneben sorgte ein Raketenstart wieder mal für ein Schauspiel am Himmel. Ein Wüstengebiet im südlichen Kalifornien gilt als UFO-Hotspot, aber auch, da sich hier viele herkömmliche Objekte beobachten lassen und die Kriminalpsychologin Lydia Benecke erläutert paranormale Phänomene.

Nochmal neue Pentagon-Akten: Mehr Material ohne klare Aussage
Das vor 10 Tagen erfolgte 4. Release war nochmals Thema in den Medien, wenngleich das insgesamt hierzulande kein übermäßiges Medienecho hervorruft. Bezug wird insbesondere auf die neueren Videoaufnahmen genommen, wie ein weiteres sternförmiges Objekt (tatsächlich das Kameraartefakt der Beugungsscheiben) oder ein größeres, unförmiges Objekt. Dabei wird auch hervorgehoben, dass trotz fehlender Klassifikation der Phänomene auch technische Effekte oder Sensorartefakte in Frage kommen. Schutzinteressen des Militärs führen zu fehlenden bzw. geschwärzten Metadaten, die eine genauere Betrachtung erschweren. Gefragt wird auch kritisch, wie nah die neuen Videos tatsächlich an einer „Alien-Antwort“ liegen, wobei sie weiter keine eindeutigen Belege dafür liefern.
Quellen: ServusTV | HNA | MSN | Bild
Avi Loeb und der neue UAP-Beirat in der Diskussion
Auch der neue wissenschaftliche Beirat in Sachen UAP der US-Regierung ist weiter Thema. Während der Beirat in Teilen der UFO-Community äußerst positiv bewertet wird, wird er außerhalb und auch in der Wissenschaft eher kritisch reflektiert. Insbesondere deren prominenter Leiter, der Astrophysiker Avi Loeb, ist mit seinen außerirdischen Deutungen im Zusammenhang mit interstellaren Kometen in der wissenschaftlichen Community sehr umstritten. Auch inwieweit alle Personen des Beirats tatsächlich unvoreingenommen an die Thematik herangehen, kann diskutiert werden. Das wird sich zeigen, sobald konkrete Fallbeurteilungen und Ergebnisse vorgelegt werden.
UAP-Forschung in der Wissenschaft
Der Journalist und Autor Andreas Müller, in der Szene als Betreiber des GreWi-Blogs bekannt, gab erneut ein Interview, auch anlässlich seines neuen UFO-Buches „UFO - Ein Sachbuch“. Dabei kommentiert er aus seiner Sicht die Aktivitäten zu UAP in der Wissenschaft und die veränderte Wahrnehmung zu diesem Thema. So sei das Thema mittlerweile auch an Universitäten und in seriöser Wissenschaftskommunikation angekommen. Dazu fordert Müller mehr unabhängige, instrumentengestützte Datenerhebung, weniger Spekulation und eine nüchternere Sprache. Ohne Zweifel sind gerade die Anwendung strengerer Standards aber auch eine internationale Standardisierung ein wesentlicher Faktor seriöser UAP-Forschung.
Quelle: Saarbrücker Zeitung
Suche nach Leben im All zwischen Biosignaturen und Technosignaturen
Klassischerweise orientiert sich die Suche nach außerirdischen Leben entweder nach Bio- oder Technosignaturen. Einen möglichen dritten Ansatz stellt die Suche nach so genannten Noosignaturen dar. Gemeint sind strukturierte Spuren von Intelligenz, wie etwa Werkzeuge, Architektur, Schrift oder komplexe Signale, die zwischen einfachen Lebensformen und hochentwickelten Zivilisationen liegen. Das können verschlüsselte Signale oder auch eine komplexe Tierkommunikation sein. Damit liegt dieser Ansatz zwischen Bio- und Technosignaturen und erfordert allerdings auch neue Methoden.
Quelle: Futurezone
Leuchtobjekt über China sieht spektakulär aus
Raketenstarts bieten immer ein Schauspiel am Himmel, das gilt insbesondere bei Stufentrennungen, wenn die nächste Stufe gezündet und dabei dann auch Resttreibstoff abgeworfener Stufen abgelassen wird. Dabei zeigen sich schöne Effekte am Himmel, die Beobachter verwirren können, so wie aktuell über Nordwestchina anlässlich des Starts einer russischen Sojus-2.1a-Rakete. Hier kam es nach der Abtrennung der zweiten von der dritten Raketenstufe aufgrund der Ausbreitung des Resttreibstoffs und der Lichtverhältnisse zu diesem Effekt.
Quelle: Vietnam
Ein UFO-Hotspot in der kalifornischen Wüste
Ein Ort in der Wüste im südlichen Kalifornien gilt als UFO-Hotspot, zumindest was die Anzahl gemeldeter Sichtungen an das NUFORC angeht, ein online-Reporting Center. Mit ein Grund sind die dort herrschenden sehr guten Beobachtungsverhältnisse aufgrund fehlender Lichtverschmutzung. Dadurch lassen sich eine Menge an vermeintlich ungewöhnlichen Lichtern leichter beobachten. Dazu gehören aber auch viele herkömmliche Objekte am Himmel, wie Satellitenüberflüge, militärischer Flugverkehr, Meteorschauer, helle Planeten und weitere optische Effekte aufgrund der atmosphärischen Bedingungen. Da sich die Beobachter aber nicht alle Lichter erklären können, landet vieles in der Sichtungsdatenbank der NUFORC.
Quelle: Secret Los Angeles
Eine Kriminalpsychologin über paranormale Phänomene
Wenngleich reine UFO-Sichtungserfahrungen zwar als außergewöhnliche Erfahrungen gelten, so sind sie im engeren Sinn nicht unbedingt auch paranormale Erfahrungen. Sofern allerdings psychische Erfahrungen hinzukommen, wie bspw. der Oz-Faktor oder Begegnungserfahrungen, lassen sich solche Erfahrungen auch den paranormalen Phänomenen zuordnen. Mit solchen Phänomenen befassen sich auch Psychologen aus unterschiedlichen Bereichen, darunter auch der Forensik. Eine bekannte Psychologin, die sich auch mit paranormalen Phänomenen befasst, ist die Kriminalpsychologin Lydia Benecke, die in einem Beitrag über diese Phänomene und psychologische Implikationen spricht, die auch für UFO-Erfahrungen relevant sein können.
Quelle: MDR
