In der vergangenen Kw vom 9. bis 15. Februar gab es eine überraschende Studie zur Seltenheit außerirdischen Lebens. Ferner sorgte eine spektakuläre Feuerkugel über Deutschland und Österreich für Aufsehen und die CENAP-UFO-Meldestelle war erneut in den Medien.

ETH-Studie – Warum außerirdisches Leben im Universum extrem selten sein könnte
Eine neue Studie eines Forschungsteams an der ETH Zürich stellt bisherige Annahmen über die Häufigkeit außerirdischen Lebens im Universum grundlegend infrage. Die im Fachjournal “Nature Astronomy” veröffentlichte Untersuchung zeigt: Es reicht nicht aus, dass ein Exoplanet in der habitablen Zone liegt und flüssiges Wasser besitzt. Entscheidend ist vielmehr die exakte chemische Zusammensetzung während der Planetenentstehung, und hier spielt der Sauerstoffgehalt eine kritische Rolle. Laut den Modellrechnungen müssen lebenswichtige Elemente wie Phosphor und Stickstoff während der Formung des Planeten als flüssige Gesteinskugel an die Oberfläche wandern. Der “Korridor” für die richtige Sauerstoffkonzentration ist extrem schmal: Zu wenig Sauerstoff bindet Phosphor im Kern, zu viel Sauerstoff lässt Stickstoff in die Atmosphäre entweichen. Die Erde hatte demnach außergewöhnliches Glück mit ihrem Elemente-Mix.
ETH-Forscher Walton empfiehlt, die Suche nach außerirdischem Leben auf Sonnensysteme zu konzentrieren, deren Zentralstern unserer Sonne ähnelt. Die chemische Zusammensetzung der Sterne lässt Rückschlüsse auf die Lebensfreundlichkeit des Planetensystems zu. Von über 6.000 bekannten Exoplaneten gelten derzeit etwa 70 als potenziell habitabel – doch nach den neuen Erkenntnissen dürfte nur ein Bruchteil davon tatsächlich Leben beherbergen können.
Quellen: t3n | Watson | Der Standard | Stuttgarter Nachrichten
Spektakuläre Feuerkugel über Deutschland und Österreich
In der Nacht auf den 13. Februar 2026 erleuchtete eine spektakuläre Feuerkugel den Nachthimmel über Deutschland und einigen Nachbarländern. Die grün-bläuliche Kugel war für fünf bis zehn Sekunden sichtbar und flog von Westen in Richtung Norden. Zahlreiche Menschen meldeten die Sichtung, darunter ein Münchner, der auf Reddit schrieb: “Ich habe ein verrückt blinkendes Licht gesehen – ich hatte Angst.” Ein Zeuge aus Salzburg beschrieb: “Im ersten Moment dachte ich, ich sehe ein Feuerwerk. Die ganze Straße war beleuchtet.” Die Sternwarte Gahberg in Oberösterreich bestätigte: Es handelte sich um eine Feuerkugel, im Grunde eine große Sternschnuppe, verursacht durch Meteoritenmaterie aus dem Weltall, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre verglüht. Erwin Filimon von der Sternwarte stufte das Ereignis als ungefährlich ein, auch wenn möglicherweise Restmaterie als Meteorit die Erdoberfläche erreicht haben könnte.
Deutschlands “UFO-Inspektor”: Über 13.000 Sichtungen in 50 Jahren
Hansjürgen Köhler aus Lützelbach im Odenwald betreibt seit 50 Jahren Falluntersuchungen und ist damit, laut Radio Primavera, Deutschlands wohl bekanntester “UFO-Inspektor”. In jedem Fall gehört er zu den erfahrensten Falluntersuchern in Deutschland. 1976 gründete er gemeinsam mit einem Arbeitskollegen das Centrale Erforschungsnetz für außergewöhnliche Himmelsphänomene, CENAP. Über 13.400 Meldungen hat Köhler seitdem gesammelt und ausgewertet. Nur 93 Fälle gelten bisher als ungeklärt ,allerdings nicht, weil sie besonders spektakulär wären, sondern weil Grunddaten wie Datum, Uhrzeit, Ort und Blickrichtung fehlen. “In den allermeisten Fällen sind es ganz normale Dinge”, erklärt Köhler: helle Sterne wie Sirius, Planeten wie Venus und Jupiter, Drohnen, Flugzeuge, Satelliten oder Meteore. Besonders Starlink-Satellitenketten sorgen aktuell für zahlreiche Verwirrungen. 2025 erreichte die Meldestelle eine Rekordzahl von 1.348 Sichtungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, darunter auch eine Anfrage aus dem Landkreis Neumarkt über einen “grellen Lichtpunkt über einem Berg”. Köhlers Fazit nach 50 Jahren: “Außerirdische Besucher schließe ich grundsätzlich nicht aus, aber bei uns war bislang noch niemand.”
Quellen: Primavera24 | Nürnberger Nachrichten
Aktuell am Himmel
Starlink-Satelliten: Nächste sichtbare “Perlenketten” im Februar 2026
SpaceX setzt den rasanten Ausbau seiner Starlink-Konstellation fort. Am 7. Februar 2026 startete die Mission Starlink 352 (Starlink 17-33) mit 24 Satelliten von der Westküste der USA. Am 11. Februar folgte ein weiterer Start von Vandenberg Space Force Base in Kalifornien. Für den 18. Februar 2026 ist der nächste Start geplant: Starlink 10-36 mit 29 Satelliten (358. Starlink-Gruppe). In Deutschland sind die charakteristischen “Perlenketten” besonders gut in der Dämmerung sichtbar. Am 19. Februar 2026 um 18:57 Uhr bietet sich eine mäßige bis gute Beobachtungschance für die Mission 17-13 (24 Satelliten).
Neue Entwicklung: Starlink plant ab 2026 eine Rekonfiguration der Satellitenkonstellation: Alle Satelliten, die derzeit auf 550 km Höhe kreisen, sollen auf niedrigere Umlaufbahnen abgesenkt werden, um die Sicherheit zu erhöhen und Kollisionsrisiken zu minimieren.
Quellen: Heute am Himmel | Star Walk
