Immer wieder werden verschiedene astronomische Himmelskörper, wie Sterne, Planeten, Sternschuppen/Meteore, oder künstliche Satelliten, darunter insbesondere die Internationale Raumstation ISS oder aktuell die Starlink-Satelliten, beobachtet und aus Unkenntnis heraus für UFOs gehalten und gemeldet. Mit Hilfe dieser Seite erfahren Sie, was im aktuellen Monat vor allem während der Nacht besonders auffällig ist und mit was auch darüber hinaus immer gerechnet werden muss. Ergänzend empfehlen wir den Blick in unseren UFO-Stimuli-Katalog mit weiteren Infos und Beispielen.

Monat Januar 2020

Highlights

  • Venus als strahlend heller "Abendstern"
  • Mars am Morgen hell und orangefarben
  • Der Stern Sirius ist ab 20 Uhr bis nach 3 Uhr gut zu sehen
  • Quadrantiden-Sternschnuppen um den 04. Januar
  • Die Space X Starlink-Satelliten sind auch im Januar durch weitere Starts auffällig

Aktuell: Die Starlink-Satelliten sorgen weiter für auftretende Sichtungsmeldungen bei den UFO-Meldestellen. Am 24. Januar soll ein weiterer Start erfolgen. Die einzelnen Raketenstarts umfassen 60 Satelliten, die nach dem Aussetzen bis zum Erreichen ihrer endgültigen orbitalen Position in Reihe fliegend als Lichterkette am Himmel erscheinen. Das Schauspiel zieht sich über mehrere Wochen hin, wobei sie allmählich aber an Helligkeit verlieren. Bis 2027 sollen ein- bis zweimal pro Monat Raketenstarts mit je 60 Satelliten stattfinden.
Aktuelles Sichtfenster: Bis 16. Januar am frühen Abend etwa zwischen 17 Uhr und 20:30 Uhr, ab 19. Januar am frühen Morgen, etwa zwischen 6 Uhr und 7:30 Uhr, aus westlicher Richtung kommend. Etwa in der zweiten Januarhälfte gesellen sich die Satelliten der Januarstarts dazu. Dann ggf. auch zweimal am Tag zu sehen.
Tabellarische Übersicht der Sichtbarkeit
(für Standort Frankfurt am Main) und dynamische 3D-Anzeige.
Unser Blogbeitrag zum Thema: "Starlink-Satelliten sorgen weiter für UFO-Alarm".
Infos mit Videos dazu auch auf unserer Stimuliseite zu Satelliten.

Astronomische Objekte

Planeten
Venus ist ab der Abendämmerung im Süden, in max 30° Höhe, strahlend hell sichtbar.
Mars ist vor der Morgendämmerung im Südosten, in max 18° Höhe, gut sichtbar. Unterhalb des Mars steht rötlich der Stern Antares.
Gerade die Venus kann während ihrer Sichtbarkeit schon in der Dämmerung auffällig am Himmel stehen und auch mit einem Flugzeugscheinwerfer verwechselt werden.

Sterne
Nach Sonnenuntergang sind Wega bläulich-weiß im Nordwesten und Capella im Nordosten zu sehen. Sirius ist ab etwa 20 Uhr halbhoch in südöstlicher bis südwestlicher Richtung und Arcturus in der zweiten Nachthälfte im Osten aufsteigend sichtbar.
Bedingt durch atmosphärische Einflüsse können Sterne funkeln und gerade in Horizontnähe auch (mehr)farbig und mit unregelmäßiger Struktur erscheinen.

Kometen/Sternschnuppen
Im Januar sind insbesondere die Quadrantiden gut zu sehen, mit ihrem Maximum in der Nacht vom 03. auf den 04. Januar.

Aktuell auftretende Meteorschauer und Sternschnuppen sehen Sie rechts.

Astronomische Monatsübersicht auf astronomie.info
Mit detaillierten Angaben zu Planeten - Sternen - Kometen
Sternschnuppen-Kalender

Sternschnuppen im Januar

Quadrantiden
starke Sternschnuppenaktivität
Maximale Sternschnuppenaktivität am 04.01.2020
(28.12.2019 - 12.01.2020)

Gamma-Veliden
schwache Sternschnuppenaktivität
Maximale Sternschnuppenaktivität am 05.01.2020
(01.01.2020 - 15.01.2020)

Delta-Cancriden
mittlere Sternschnuppenaktivität
Maximale Sternschnuppenaktivität am 17.01.2020
(01.01.2020 - 31.01.2020)

Comae-Bereniciden
schwache Sternschnuppenaktivität
Maximale Sternschnuppenaktivität am 15.12.2019
(12.12.2019 - 23.01.2020)

Dezember-Leonis-Minoriden
mittlere Sternschnuppenaktivität
Maximale Sternschnuppenaktivität am 19.12.2019
(05.12.2019 - 04.02.2020)


http://www.sternschnuppen-kalender.de/

Sichtbarkeit astronomischer Objekte am 15./16. Januar für Mitteleuropa
Screenshots aus Stellarium

Irdische Objekte

Satellliten und Internationale Raumstation ISS
Die ISS ist bis zum 10. Januar am frühen Morgen und ab 21. Januar am frühen Abend, täglich am Nachthimmel zu sehen. Sie bewegt sich in wenigen Minuten von westlicher nach östlicher Richtung und kann dabei heller strahlen als die hellsten Sterne am Himmel. Im Gegensatz zu Flugzeugen erscheint sie nicht blinkend, da der Raumkomplex das Sonnenlicht ziemlich konstant reflektiert.
Die SpaceX-Starlink-Satelliten des Dezember-Starts sind bis 16. Januar am frühen Abend, und ab 19. Januar am frühen Morgen am Himmel, aus westlicher Richtung, zu beobachten. Deren Helligkeit lässt jedoch deutlich nach und sie erreichen oft auch nur noch geringe Höhen über dem Horizont. Für den 07. und 24. Januar sind weitere Starts mit weiteren 60 Satelliten geplant.
Satelliten allgemein bewegen sich in typischen Flugbahnen, entweder von West nach Ost oder in polarer Richtung, am Himmel, so dass sie relativ leicht von Flugzeugen unterscheidbar sind. Satelliten können durch Eigenbewegungen und unterschiedliche Reflektion ggf. auch blinkend bzw. mit wechselnder Helligkeit erscheinen. Wiederkehrende Phänomene im Zusammenhang mit Satelliten sind zum Einen die so genannten Re-Entries (Wiedereintritt ausgedienter Satelliten in die Erdatmosphäre), die ähnlich einem Meteor erscheinen, und zum Anderen die so genannten Iridium Flares, die als Reflexion von Sonnenlicht an einem Iridium-Satelliten entstehen und bis zu 20 Sekunden und sehr hell am Himmel aufleuchten.

Sichtbarkeit der Starlink-Satelliten auf Heavens Above und dynamische 3D-Anzeige der Flugbahn
Sichtbarkeit der ISS auf Heavens Above und CalSky
Sichtbarkeit von Satelliten allgemein auf Heavens Above und CalSky
Auftreten von Re-Entries auf SatView
Auftreten von Flares auf Heavens Above und CalSky

Himmelslaternen, LED-Ballons, Mikrocopter (Drohnen) und Wetterballons
Neben den Sternen, Planeten und Satelliten, die meist noch relativ leicht zu identifizieren sind, treten auch andere Objekte (nicht nur) in der Nacht regelmäßig in Erscheinung und werden häufig als UFO gemeldet.
Himmelslaternen, obwohl inzwischen weitgehend verboten, werden nachwievor anlässlich privater Feiern oder Veranstaltungen steigen gelassen und erscheinen gelb bis orange-rötlich und ggf. flackernd. Je nach Windverhältnissen sind aufgrund des leichten Gewichts abrupte Richtungs- und Geschwindigkeitsänderungen möglich. Die Brennndauer beträgt bis etwa 20 Minuten.
LED-Ballons, auch als Alternative zu den Himmelslaternen, sieht man zunehmend ebenfalls bei Feiern und Veranstaltungen, überwiegend zu mehreren. Sie erscheinen ein- oder mehrfarbig. Transparente Ballons besitzen meist eine mehrfarbige LED-Illumination. Ggf. kann auch eine LED-Lichtkette am Ballon herunter hängen. Die Leuchtdauer kann bis zu 24 Stunden betragen, die Flugdauer jedoch nur 6 - 8 Stunden.
Mikrocopter/Drohnen finden im gewerblichen und privaten Bereich Verwendung, sowohl am Tag als auch in der Nacht, und können als einzelnes Licht oder mit mehreren Lichtern in unterschiedlichen Farben erscheinen, im Schwebeflug oder mit abrupten Flugmanövern. Dabei sind sie weitgehend geräuschlos bzw. nur in relativer Nähe akustisch wahrzunehmen. Größere Modelle (Hexa- oder Octocopter) werden vor allem im kommerziellen Bereich eingesetzt.
Wetterballons können gewöhnlich tagsüber am Himmel als helle, punktförmige oder runde Objekte beobachtet werden, die sich langsamer als Flugzeuge bewegen. Je nach vorherrschenden Windverhältnissen können Flugbahn und Geschwindigkeit unregelmäßig sein und sich auch abrupt ändern. Zudem verschwinden die Objekte häufig nach kurzer Beobachtungszeit. Wetterballons werden von Wetterstationen auf der ganzen Welt etwa alle 12 Stunden gestartet, teilweise aber nicht täglich.

Aufstiege von Wetterballons auf CalSky (Startplätze und Sichtbarkeit abhängig vom gewählten Standort!)

Aktuelle Sternkarte für Mitteleuropa
(für weitere Ansichten auf Karte klicken) Aktuelle Sternkarte für Mitteleuropa von Astronomie.de
Ein Service von www.Astronomie.de


Das Homepagetool mit der aktuellen Mondphase u.v.m.
Ein Service von www.Der-Mond.org

Weiterführende Infos und Tools (Auswahl)

Online-Sternkarten:
Astronomie.de, Ansichten des Sternenhimmels
Astrowetter, aktuelle Sternkarte und Himmelsschau
Stellarium Web, Onlineversion der bekannten Planetariums-Software
The Sky live, interaktive Sternenkarte
Satelliten-Tracker:
Heavens Above, informative Seite zur Satelliten-Beobachtung und Iridium-Flares, mit Angaben zur Sichtbarkeit
Starlink-Satelliten auf Havens Above, Sichtbarkeitstabelle und dynamische 3D-Anzeige der Flugbahn
ISS-Tracker
, Livetracker für die Internationale Raumstation
Satelliten Weltkarte Livetracker
In the Sky - Live World Map of Satellites
Live Real Time Satellite Tracking and Predictions, Satelliten aller Art, inkl. ISS und Starlink
SATFLARE - Online 3D Satellite and Flare Tracking, mit Informationen über mögliche Flares
SATVIEW - Tracking Satellites and Spacejunk, mit Informationen über Reentries
CalSky Iridium Flares Berechnung
Flugverkehr-Tracking:
Flugradar24.eu, Live Flugverfolgung
Planefinder.net, Live Flugverfolgung
Freie Software:
Stellarium, das beliebte Planetarium, auch als portable Version
Celestia, Planetarium und 3D-Weltraumsimulation, auch als portable Version
UFOCapture, eine professionelle Software, die jenseits des UFO-Themas auch zur Himmels- und Atmosphärenbeobachtung eingesetzt wird, bspw. von Meteorjägern.
UFO Detector, eine Software zur Himmelsüberwachung und automatischer Aufzeichnung bei Flugbewegungen
Apps für Smartphone & Tablet (teils kostenpflichtig):
ISS-Detektor, Android - iOS
Stellarium Mobile Sky Map, Android - iOS
Heavens-Above, Android
P.M. Planetarium, iOS
Sky View, Android - iOS
Star Chart, Android - iOS
Star Rover Stargazing Guide, Android - iOS
Star Tracker Mobile Sky Map, Android - iOS

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